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Großfeuer in Berlin: „Wie kann es dazu kommen?“ –Feuerwehr plant Erkundungstrip in Sperrzone

tz 08/4/2022

Mitten in Berlin tobt ein Großfeuer auf einem Lagerplatz der Polizei für Sprengstoff. Der Waldbrand breitet sich in Richtung Avus Autobahn aus. Der News-Ticker zu Grunewald.

Update vom 4. August, 22.45 Uhr: „Das war heute hier großes Thema: Wie kann es dazu kommen?“, stellte der Sprecher der Berliner Feuerwehr, Thomas Kirstein, am Abend in einer rbb-Sondersendung zum Großbrand im Südwesten Berlins die vermutlich drängendste und gleichzeitig bislang ungeklärte Frage. Bereits mehrere Gebäude seien bei Anrücken der Feuerwehr „in Vollbrand“ gestanden, gab er zu bedenken. Die Ursachenermittlung übernehme aber die Polizei. „Wir haben heute mehrere Gespräche auch mit den Sprengmeistern gehabt“, so der Feuerwehrsprecher. Mann ermittle in Zusammenarbeit mit dem LKA in alle Richtungen.

Eine Bewertung der Lage auf dem Sprengplatz sei dringend nötig. und solle „in den Morgenstunden“ von der Bundeswehr und der Polizei Berlin durchgeführt werden. Man wolle „versuchen, dort Bilder zu machen, damit der Sprengmeister eine Einschätzung durchführt“, sagte Kirstein. Dass die Sperrung der Autobahn Avus den Freitag, 05. August, über andauere sei nicht unwahrscheinlich.

Großfeuer in Berlin: Feuerwehr kämpft mit Waldbrand um Autobahn – Einsatzkräfte wagen sich in Sperrzone

Update vom 4. August, 22.00 Uhr: Der Kampf im Berliner Grunewald geht weiter: Wie ein Sprecher nun mitteilte, gelang es der Feuerwehr, die Flammen von der Autobahn Avus fernzuhalten. Innerhalb des angelegten Sperrkreises breitete sich das Feuer allerdings in Richtung Südwesten aus. Anhand von am Nachmittag aufgenommenen Luftbildern kam die Feuerwehr zu der Einschätzung, der Brand habe sich von eineinhalb Hektar am Morgen auf mittlerweile etwa 50 Hektar vergrößert. Allerdings stehe nicht alles in diesem Bereich in Flammen, zum Teil sei es nur verraucht, schränkte ein Polizeisprecher ein.

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Feuerwehrkräfte warten in der Nähe der Brandstelle auf ihren Einsatz. Mehrere Einsatzfahrzeuge stehen hintereinander am Straßenrand neben dem Wald. View pictures in App save up to 80% data.
Feuerwehrkräfte warten in der Nähe der Brandstelle auf ihren Einsatz. © picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Im Laufe des Tages wagten sich Teile des Einsatzteams in Absprache mit dem Sprengmeister der Polizei bis auf 500 Meter an den Sprengplatz heran, um dem Brand entgegenzutreten; seit 18 Uhr durchdrangen jedoch erneute Detonationen die Luft. „Was uns fehlt“, so ein Feuerwehrsprecher, „ist eine Lageeinschätzung vom Sprengplatz.“ Ohne diese habe der Sperrkreis nicht wie erhofft verkleinert werden können. Der Verkehr auf der Avus bleibe, ebenso wie der angrenzende Bahnverkehr, voraussichtlich bis mindestens 06.00 Uhr am Folgetages unterbrochen.

Wie kam es zu dem Brand im Grunewald? Forstleiter ist sich sicher: „Kann nur ein Unfall gewesen sein“

Update vom 4. August, 19.30 Uhr: Wie Landesbranddirektor Karsten Homrighausen nun bekanntgab, verhindert die Gefahr weiterer Explosionen bislang weiterhin einen Teil der Löscharbeiten. Wenn Brände sich über den Sicherheitsbereich auszuweiten drohten, könne ihnen aber begegnet werden.

Im Wassernebel fährt das Polizeigefährt durch den Wald. View pictures in App save up to 80% data.
Ein Wasserwerfer der Polizei fährt zur Unterstützung der Löscharbeiten der Feuerwehr den Grunewald. © Wolfgang Kumm picture alliance/dpa

Mittlerweile meldete sich auch der Forstamtsleiter Gunnar Heyne zu Wort. Im rbb-Inforadio erläuterte er, dass die Zusammensetzung des betroffenen Waldgebiets sich ein wenig von der, etwa in Brandenburg vorzufindenden Vegetation unterscheide. „Wir haben da zwar auch Kiefer, aber mit sehr viel Laubholz im Unterstand und frischeren Böden, sodass sich das Feuer, ich hoffe es zumindest, nicht so schnell ausbreitet.“ Eine Einschätzung, welche Schäden letztlich durch den Brand zu erwarten seien, hatte Heyne ebenso wenig, wie Informationen dazu, wie es zu den Explosionen auf dem Sprengplatz gekommen ist. Seiner Ansicht nach könne es sich aber nur um einen Unfall handeln.

Großfeuer im Forst Grunewald: Alle Fragen und Antworten zum Waldbrand in Berlin

Update vom 4. August, 18.35 Uhr: Das Großfeuer im Forst Grunewald erhitzt in Berlin auch die Gemüter. Standort, Brandursache, Kritik – Fragen und Antworten zum Waldbrand mitten in der Hauptstadt.

Brand in Berlin: Giffey sieht keinen Grund für Evakuierungen

Update vom 4. August, 16.50 Uhr: Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sieht trotz des anhaltenden Brandes im Grunewald keine Notwendigkeit für Evakuierungen. „Es ist kein Personenschaden zu beklagen“, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag nach einem Besuch an der Brandstelle. „Es gibt keine Notwendigkeit für eine Evakuierung von Bevölkerung“, sagte sie. „Das haben wir in Brandenburg ja anders erlebt, wo ganze Dörfer evakuiert werden mussten. Das ist hier nicht der Fall, weil hier im Umkreis von zwei Kilometern niemand wohnt.“

Giffey sagte, bei dem Brand im Grunewald handele es sich um ein Ereignis, das in der Berliner Nachkriegsgeschichte einmalig sei. Die Regierende Bürgermeisterin hatte ihren Urlaub unterbrochen, um sich vor Ort selbst ein Bild von der Lage zu machen. Dort brennt es auf und rund um den Sprengplatz der Berliner Polizei seit den frühen Morgenstunden. Die Brandursache ist noch unklar. Ein Video, das unter anderem vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) bei Twitter geteilt wurde, zeigt eine heftige Detonation in den Morgenstunden.

Rund um den Sprengplatz wurde im Umkreis von 1000 Metern eine Sicherheitszone eingerichtet. „Das Entscheidende ist, dass wir es schaffen, diesen Sicherheitskreis einzugrenzen, es schaffen, dass das Feuer nicht darüber hinaus geht“, sagte Giffey. „Ich bin sehr dankbar, dass wir das interdisziplinär tun, also zusammen mit der Bundeswehr und in engem Schulterschluss von Berliner Polizei und Berliner Feuerwehr“, meinte die Regierende Bürgermeisterin. 

Waldbrand bedroht jetzt Autobahn: Feuer breitet sich in Richtung Avus aus

Update vom 4. August, 16.15 Uhr: Die Berliner Feuerwehr stellt sich darauf ein, dass sich der Brand im Grunewald ausweitet. „Wir haben feststellen müssen, dass das Feuer im Sperrkreis weitergelaufen ist“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am Donnerstag. „Wir haben gesehen, dass das Feuer schon in Richtung Avus läuft. Damit ist jetzt zu rechnen in den nächsten Stunden.“ Es sei davon auszugehen, dass der Brand sich noch ausweite und auch die Rauchentwicklung zunehme. Die Avus im Südwesten Berlins wird als das nördliche Teilstück der Autobahn A 115 genutzt. 

„Wir sind mit Kräften weiter vorgerückt, aber das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein“, sagte Kirstein. Es gehe darum, den Sperrkreis um den Sprengplatz der Berliner Polizei verkleinern zu können, so dass die Feuerwehr zum Löschen näher an ihn herankommen könne. Bisher gilt ein Sicherheitsradius von 1000 Metern. Auf dem und rund um den Sprengplatz brennt es seit den frühen Morgenstunden.

Feuerwehr beginnt mit Löscharbeiten: Bundeswehr setzt Spezialroboter ein

Update vom 4. August, 15.05 Uhr: Die Feuerwehr hat mit dem Löschen des Großbrands im Berliner Grunewald begonnen. Wie ein Feuerwehrsprecher am frühen Donnerstagnachmittag erklärte, werde mit zwei Wasserwerfern gelöscht. Auch ein ferngesteuerter Spezialroboter der Bundeswehr kommt zum Einsatz. Mit vier Kameras und Greifarm ausgerüstet, könne der Roboter näher an die Brandfläche herankommen, erklärte Brigadegeneral Jürgen Karl Uchtmann.

Zudem überfliegen ein Polizeihubschrauber und eine Drohne das Gelände. All das soll den Einsatzkräften dabei helfen, um sich ein klareres Lagebild zu verschaffen. Auf Löschhubschrauber der Bundeswehr können die Einsatzkräfte in der Hauptstadt derweil nicht hoffen. Wie die Behörden mitteilten, stünden diese wegen der Waldbrände an der Grenze zwischen Sachsen und Tschechien nicht zur Verfügung. Zuletzt waren in der Sächsischen Schweiz drei Bundeswehr-Helikopter vom Typ NH90 an den Löscharbeiten in der Sächsischen Schweiz beteiligt.

Twitter-Video zeigt gefährlichen Einsatz: Feuerwehr musste am Munitionsdepot im Grunewald abrücken

Update vom 4. August, 14.45 Uhr: Ein Video bei Twitter zeigt den gefährlichen Einsatz für die Berliner Feuerwehr in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, als das Großfeuer in einem Munitionsdepot sowie dem angrenzenden Sprengplatz der Polizei im Forst Grunewald ausbrach.

Journalist Alexander Fröhlich vom Tagesspiegel postete dieses bei Social Media. Es zeigt, wie die Feuerwerkskörper den ersten Einsätzkräften vor Ort förmlich um die Ohren fliegen. Die Feuerwehr musste ihre Einheiten aus Sicherheitsgründen in einem Korridor von knapp einem Kilometer abziehen, weil auf dem Gelände neben illegalen Feuerwerkskörpern auch Kampfmittelmunition gelagert ist. Laut Polizeisprecher ist dort teils auch beseitigte „Kriegsmunition“ gelagert. Dabei handelt es sich etwa um entschärfte Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg.

Bundeswehr rückt an: Das Heer schickt Pionierpanzer zur Brandbekämpfung

Update vom 4. August, 14.25 Uhr: In Berlin-Grunewald ist wegen des Großbrandes des dortigen Stadtwaldes jetzt auch die Bundeswehr angerückt. Konkret: Das Heer hat einen sogenannten Pionierpanzer „Dachs“ an den Rand des gehobenen Bezirks geleifert, der zwischen dem großen Stadtteil Charlottenburg-Wilmersdorf sowie dem Wannsee und dem Fluss Havel liegt.

Etwas nördlich des Forstes steht zudem das Berliner Olympiastadion. Pionierpanzer „Dachs“ der Bundeswehr kamen zuletzt bereits beim Waldbrand in der Sächsischen Schweiz zum Einsatz. Der Panzer, der auf dem Leopard-1-Fahrgestell basiert, kann unter anderem mit einem Räumschild an der Front Hindernisse beseitigen. In Sachsen war seine Aufgabe damit, Schneisen in den Waldboden zu schlagen, damit sich die Flammen nicht weiter ausbreiten können. Ein großer und wuchtiger Löffelbagger ermöglicht es zudem, mit dem Gefährt Gruben für denselben Zweck auszuheben. Die Panzerung gibt der Besatzung wiederum Schutz, was wegen des in Brand geratenen Munitionslagers der Berliner Polizei nicht unerheblich ist.

Berlin: Ein Pionierpanzer Dachs der Bundeswehr kommt zur Unterstützung am Grunewald an. View pictures in App save up to 80% data.
Berlin: Ein Pionierpanzer Dachs der Bundeswehr kommt zur Unterstützung am Grunewald an. © Christophe Gateau/dpa

Feuerwerkskörper und Munition aus Zweitem Weltkrieg: Laut Polizei 25 Tonnen auf Sprengplatz gelagert

Update vom 4. August, 13.37 Uhr: In Grunewald brennt es rund um einen Sprengplatz weiter lichterloh. Auf dem Sprengplatz lagern Polizeiangaben zufolge rund 25 Tonnen unter anderem an Feuerwerkskörpern oder Weltkriegsmunition. Dort würden zweimal im Jahr jeweils für mehrere Tage kontrollierte Sprengungen angesetzt, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag. Es habe immer wieder Versuche gegeben, andere Standorte zu suchen. Bewohner und Einsatzkräfte hatten von deutlichen Detonationen berichtet.

Update vom 4. August, 13.09 Uhr: Die Ursache für das Feuer im Berliner Grunewald ist laut Polizeipräsidentin Barbara Slowik noch völlig unklar. „Wir versuchen, so schnell wir können, mit den Brandermittlern an den Ort zu kommen“, sagte Slowik am Donnerstag am Einsatzort. Zwar hätten Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Einsatzkräfte deutliche Detonationen wahrgenommen. „Aber was genau jetzt ursächlich war, das werden die Brandermittler klären.“

Brand nach Explosionen in Berlin: Löschen der Feuer gestaltet sich weiter schwer

Update vom 4. August, 12.26 Uhr Die Feuerwehr hat nun eigenen Angaben zufolge drei bis vier Glutnester aus der Luft identifiziert. „Wir können diese aber noch nicht bekämpfen, da sie in diesem Gefahrenbereich liegen“, sagte ein Feuerwehrsprecher dem Sender n-tv. Wegen Explosionsgefahr hat die Feuerwehr einen Sperrkreis von rund 1000 Meter um den Brandort gezogen. Rings um diesen Radius sei inzwischen eine Wasserversorgung hergestellt. Sollten sich die Flammen diesen Bereichen annähern, könnten sie schnell bekämpft werden.

Der Radius könne noch bis über den Mittag hinaus, möglicherweise sogar bis zum Abend bestehen bleiben, hieß es. Ein Räumpanzer der Bundeswehr sowie ein Roboter könnten sich bald dem Sprengplatz nähern und sollen den Einsatzkräften vom Boden aus einen besseren Überblick verschaffen.

Feuer im Berliner Grunewald brennt ungehindert weiter. View pictures in App save up to 80% data.
Feuer im Berliner Grunewald brennt ungehindert weiter. © INA FASSBENDER / AFP

Update vom 4. August, 11.58 Uhr: Es brennt und brennt in Grunewald. Die Feuerwehr kann das Feuer nicht löschen. Das explosive Material auf dem Sprengplatz der Polizei macht es unmöglich, nahe an das Feuer heranzukommen. Auch Stunden nach dem Ausbruch des Feuers waren am Donnerstagvormittag weiter Knallgeräusche aus Richtung des Sprengplatzes zu hören.

Update vom 4. August, 11.15 Uhr: Mit einem Löschhubschrauber der Bundeswehr können die Einsatzkräfte beim Feuer im Berliner Grunewald nicht rechnen. Ein solcher stehe aufgrund des Waldbrands in Sachsen derzeit nicht zur Verfügung, sagte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstag in Berlin. Ein Polizeihubschrauber hingegen war am Vormittag im Einsatz und zunächst damit befasst, den Kräften einen Überblick aus der Luft zu verschaffen. Das Feuer brennt derweil ungebremst weiter.

Brand nach Explosionen in Berlin: Autobahn Avus bleibt vermutlich den ganzen Tag gesperrt

Update vom 4. August, 10.22 Uhr: Die Autobahn Avus in Berlin bleibt wegen des Brands im Grunewald voraussichtlich den ganzen Tag über gesperrt. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, teilten Polizei und Feuerwehr am Donnerstagmorgen mit. Auch der Regional- und S-Bahnverkehr waren in Richtung Westen unterbrochen. Der Wald brenne weiter unkontrolliert auf rund eineinhalb Hektar, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Schwarzer Rauch steht über Berlin von Berlin-Kreuzberg aus fotografiert. View pictures in App save up to 80% data.
Schwarzer Rauch steht über Berlin von Berlin-Kreuzberg aus fotografiert. © Gerd Roth/dpa

Brand nach Explosionen in Berlin: S7 und Autobahn Avus gesperrt

Update vom 4. August, 9.40 Uhr: Beim Brand im Berliner Grunewald kommt auch die Bundeswehr zum Einsatz. Wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte, gibt es weiterhin große Explosionen auf dem Platz. Aktuell haben sich die Einsatzkräfte auf 1000 Meter zurückgezogen. Es sind 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie Polizeikräfte vor Ort. Weitere Einsatzkräfte, sowie Spezialkräfte der Bundeswehr sind angefordert.

Die Bahn teilte auf ihrer Internetseite mit, dass sowohl der Regional- als auch der Fernverkehr unterbrochen sind. Auch die S7 fährt nicht. Die Autobahn Avus, der Kronprinzessinnenweg und die Havelchaussee sind in diesem Bereich gesperrt. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten - Lüftungen und Klimaanlagen sollten abgeschaltet werden. „Momentan befinden wir uns in der Phase der Beratung und Beobachtung“, sagte der Sprecher weiter.

Mega-Feuer in Berlin nach Explosionen auf Sprengplatz - „tonnenschwere Stahlträger um die Ohren geflogen“

Erstmeldung vom 4. August 2022:

Berlin - Explosionen auf einem Sprengplatz der Polizei haben im Berliner Grunewald einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Es brenne auf einer Fläche von 15.000 Quadratmetern auf dem Sprengplatz und im angrenzenden Wald, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr der Nachrichtenagentur AFP. Wegen anhaltender Explosionen auf dem Sprengplatz habe die Feuerwehr noch nicht mit dem Löschen beginnen können.

Berlin: Kampfmittel und Feuerwerkskörper gelagert - „Lage ist unübersichtlich“

Auf dem Sprengplatz der Polizei seien Kampfmittel und Feuerwerkskörper gelagert, sagte der Sprecher. „Die Lage ist unübersichtlich. Es brennt weiter unkontrolliert der Wald.“ Er forderte die Bevölkerung auf, das Gebiet weiträumig zu meiden. Laut der Bild sei der erste Alarm um 3.30 Uhr. Erste Einsatzkräfte hätten von „tonnenschweren Stahlträgern, die ihnen dort um die Ohren geflogen“ sind, berichtet. Das sagte ein Feuerwehrsprecher gegenüber ntv.

Vor Ort seien 120 Feuerwehrleute und ein Polizeihubschrauber werde eingesetzt, um die Lage einzuschätzen, sagte der Sprecher. Die Feuerwehr bereite nun eine sogenannte Riegelstellung vor. Ziel sei es, den Brand in einer Entfernung von 1000 Metern von dem Sprengplatz zu bekämpfen. Näher können die Feuerwehrleute nicht heran, um sich selbst wegen weiterer Explosionen nicht zu gefährden. Auf einem Twitter-Video sind die zahlreichen Explosionen deutlich zu hören.

Explosionen in Berlin: Amt warnt Bevölkerung vor Waldbrand und Brandgase

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hatte am frühen Morgen erklärt, es brenne „der Wald und eine Lagerstätte für Fundmunition der Polizei Berlin“. „Es ist mit Explosionsgeräuschen und Belästigung durch Brandgas zu rechnen.“ Wie es zu dem Brand kam, ist laut der Polizei noch nicht klar. Die extreme Hitze und Trockenheit könnte den Brand weiter befördern und auch den Einsatzkräften zu schaffen machen. (md mit afp)

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